SC scheitert im Derby vor dem Tor

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Vor 315 Zuschauern im Feuchter Waldstadion scheitert der SC Feucht im Derby gegen den SV Seligenporten zu oft vor dem gegnerischen Tor und muss so am Ende mit einem 0:0 leben. Für die Gäste ist es der erste Punkt im 7. Saisonspiel.

SC-Trainer Florian Schlicker hatte schon vor dem Spiel vor dem Gegner gewarnt, irgendwann werde der Zeitpunkt kommen, bei dem eine Mannschaft Punkte an den SV Seligenporten abtreten muss. Diese Mannschaft sollte heute der 1. SC Feucht bei einem trägen Derby im Feuchter Waldstadion werden.

Der SC begann spielerisch dominant und hatte die erste Chance durch Felix Spielbühler in der 10. Minute. Sein Kopfball aus guten 15 Metern ging nur knapp am linken Pfosten vorbei. Danach taten sich die Feuchter aber schon schwer zu weiteren Chancen zu kommen und gaben durch zu viele schnelle Ballverluste im Aufbauspiel dem SV Seligenporten die Möglichkeit in die Partie zu finden. Das taten die Gäste auch und hatten im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit die besseren Chancen. Meistens scheiterte die Truppe aus dem Kloster aber spätestens an der insgesamt starken Feuchter Innenverteidigung aus Tamino Gratz und Max Hering. Insgesamt war das Spiel in der ersten Hälfte durch viele schnelle Ballwechsel und wenige Torchancen geprägt. Es war eine träge Partie für die über 300 Zuschauern im Feuchter Waldstadion.

Eine von zahlreichen gelben Karten sah Ahmed von Schiedsrichter Götz in der 42. Minute.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit setzte sich erstmal das Spiel aus der 1. Halbzeit fort. Es dauerte bis zur 52. Minute, bis der SC zu seiner zweiten zwingenden Torchance kam. Eine Freistoßflanke von Klose erreichte im Zentrum Oltean, der den Ball mit dem Hinterkopf nur knapp links am Tor vorbeilenkte. Wenige Minuten später kam Seligenporten durch Rukiqi zum Abschluss. Sponsel konnte den Schuss allerdings parieren und die Feuchter Abwehr den Abpraller klären. Nach einer Stunde wechselte SC-Trainer Florian Schlicker zum ersten Mal offensiv. Für Gabriel Jessen kam Philipp Spießl. Der machte anschließend direkt richtig Dampf auf der linken Außenbahn und hatte die beste Chance der Partie in der 68. Minute, als er nach einem Fehler der Seligenporter alleine auf SV-Keeper Schötterl zulief. Der kam weit aus dem Tor heraus und zwang Spießl an der Strafraumgrenze so dazu, den Keeper weit zu umkurven. Dabei legte sich der Feuchter Angreifer aber den Ball zu weit vor, sodass er diesen gerade noch an der Torlinie weit vom Tor weg stoppen konnte. Die folgende Flanke erreichte keinen Feuchter Spieler. Auf diese riesen Chance folgte die nächste durch den in der 69. Minute eingewechselten Nico Wessner. Er wurde im gegnerischen Strafraum klasse angespielt und scheiterte ebenfalls mit seinem Schuss am starken Seligenporter Torwart Schötterl. Es war die beste Phase der Feuchter, in der ein Treffer durchaus verdient gewesen wäre. Der SC blieb das absolut dominante Team, Seligenporten wollte mit der 5er-Kette hinten nur noch mauern.

Oltean und Betsi Jr. bei einem der vielen Mittelfeldkämpfe um den Ball

Doch der SC kam in der Schlussphase dann nicht mehr zu zwingenden Chancen. In der 1. Minute der Nachspielzeit kam es noch zu einer Rudelbildung im sonst ruhigen Derby. Nach einem diskutablen Freistoßpfiff vom eigentlich starken Schiedsrichter Philipp Götz gegen Stephan König an der Außenbahn zwischen den beiden Banken langt Betsi Jr. einem Gegenspieler ins Gesicht und sieht folgerichtig dafür die rote Karte. Eine vollkommend unnötige Aktion, die den zuletzt starken Feuchter Mittelfeldspieler einige Spiele aus dem Rennen nehmen wird. Von den Gästen sah in der Rudelbildung nur Drazen Misic noch eine gelbe Karte. Nach der Ausführung des Freistoßes in die Arme von SC-Schlussmann und Kapitän Andreas Sponsel war dann auch Schluss.

Fazit: Für die Gastgeber stellt das 0:0 heute klar zwei verlorene Punkte dar. Gegen den Tabellenletzten muss man aber auch über das ganze Spiel hinweg aktiver agieren und vor allem seine Chancen gegen eine tiefstehende 5er-Abwehrkette nutzen. Für den SV Seligenporten ist es auf alle Fälle ein Punktgewinn, nach 6 Niederlagen und 22 Gegentore zum Saisonstart kann man gerade mit der Defensivleistung heute im Großen und Ganzen zufrieden sein.

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About Author

Simon Schmidt

Simon Schmidt ist seit 2016 als Sportreporter und Moderator bei FeuchtFM tätig. Seit 2018 ist er Mitglied in der Projektleitung. Außerdem ist er in seiner Freizeit noch als Fußball-Schiedsrichter aktiv und leidenschaftlicher Fußball-, Formel 1- sowie Technik-Fan. Super Bayern!

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