SC macht es gegen Hof unnötig spannend

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Der 1. SC Feucht bleibt im dritten Heimspiel in der Bayernliga Nord weiterhin ungeschlagen. Gegen die SpVgg Bayern Hof konnte die Mannschaft von Florian Schlicker vor 200 Zuschauern die Partie drehen und mit 2:1 durch die Tore von Stephan König (33.) und ein Eigentor von Yannick Frey (48.) gewinnen. In der 19. Minute konnten die Gäste durch Thomas Petracek zwischenzeitlich in Führung gehen.

Die Gastgeber starteten eigentlich gut in die Partie und hatten in der 3. Minute die erste Möglichkeit durch Tim Ruhrseitz. Nach knappen 10 Minuten lag der Ball das erste Mal im Tor vom Hofer Keeper David Guyon. Doch Schiedsrichter Jonas Krzyzanowski pfiff direkt und verweigerte dem vermeintlichen Führungstreffer von Stephan König die Geltung. Der Grund war ein unabsichtliches Offensivhandspiel in der Entstehung, welches durch das Tor im direkten Anschluss strafbar wurde. Nach einer Viertelstunde wurde die SpVgg etwas aktiver und nutzte dies wenig später direkt. Im Vorfeld des 0:1 gab es Aufregung um die Balleroberung der Hofer durch ein klares Trikotziehen von Seifert an Ruhrseitz auf der linken Außenbahn. Dieser holte so den Ball und machte das Spiel schnell. Über wenige Stationen gelangte der Ball schließlich zum Hofer Stürmer Thomas Petracek, der recht unbedrängt in den Feuchter Strafraum eindringen konnte und SC-Ersatzkeeper Kevin Kosuchowski (Andreas Sponsel fehlte weiterhin gesperrt) keine Chance ließ. So liefen die Feuchter zum dritten Mal in Folge einem Rückstand hinterher. Kurz nachdem Gegentreffer sah Tom Feulner auf Seite der Hofer die erste gelbe Karte der Partie. Die sollte später noch Relevanz haben.

Zwischen dem Hofer Seifert und dem Feuchter Ruhrseitz entwickelte sich in Folge des Zweikampfs vor dem Gegentreffer ein persönliches Duell auf dem Platz, was den ein oder anderen harten Zweikampf zur Folge hatte. In der 30. Minute fand dieses seinen Höhepunkt, als Ruhrseitz bei der Feuchter Bank zum Kopfball hochstieg und von Seifert in die Bande gecheckt wurde. Nach kurzer Aufregung entschied sich Schiedsrichter Krzyzanowski jedoch gegen eine persönliche Strafe. Drei Minuten später stand der Schiedsrichter wieder im Vordergrund. Nach einer Kombination der Feuchter konnte Stephan König in den Strafraum eindringen und wurde dort von einem Verteidiger der SpVgg gelegt. Krzyzanowski entschied vollkommend zurecht auf Strafstoß, den der gefoulte Stephan König souverän rechts unten verwandelte. Es war der insgesamt doch verdiente Ausgleich für die Feuchter. Eine Minute nach dem Treffer von König sah der Feuchter Innenverteidiger Tamino Gratz für ein Foul einige Meter vor dem eigenen Strafraum Gelb, auch diese spielte später noch eine Rolle. In der Nachspielzeit der 1. Halbzeit hatte der SC nach einem tollen Spielzug eine sehr gute Chance, wieder durch Stephan König. Eine Flanke von Ruhrseitz von der linken Seite erreichte den Feuchter Angreifer am langen Pfosten. König setzte sich im Kopfball-Duell gegen den Hofer Verteidiger durch und wollte unter den Beinen des hochspringenden Keepers ins Tor köpfen. Sein Abschluss konnte gerade noch von dem Gästespieler Ismail geklärt werden. So ging es mit dem 1:1 in die Kabinen des Feuchter Waldstadions.

Ismail klärt den Kopfball von SC-Stürmer König

Direkt zu Beginn der zweiten Halbzeit jubelten wieder die Feuchter. Der Grund: eine Flanke von der linken Seite von Niculae Oltean wurde im Zentrum vom Hofer Verteidiger Yannick Frey unbedrängt perfekt ins lange Eck abgefälscht. SpVgg-Torwart Guyon war bei dem Ball an den rechten Innenpfosten chancenlos und konnte die glückliche Feuchter Führung nicht mehr verhindern. Große Unsicherheiten zeigte der Hofer Schlussmann kurz darauf, als er an der Strafraumgrenze stehend den Ball nicht wegbrachte und zwei Schüsse von Stephan König im Anschluss gerade noch weit vor dem Tor parieren konnte. In der 59. Minute pfiff Schiedsrichter Krzyzanowski einen Freistoß für die Feuchter im Mittelfeld und griff danach erst in die Brust- dann in die Gesäßtasche. Es gab Gelb-Rot für den Hofer Tom Feulner, der den Ball wegschoss und so aufgrund der Spielverzögerung seine zweite gelbe Karte sah. Damit schwächten sich die Gäste selbst und taten sich immer schwerer überhaupt noch zu Chancen zu kommen. Die hatten die Feuchter in immer kürzeren zeitlichen Abständen. Eine 3 gegen 1 Kontersituation vergab letztlich Maximilian Höhenberger alleine vor dem Hofer Torwart Guyon, indem er sich den Ball zu weit vorlegte. Nach weiteren Chancen vor allem vom SC-Stürmer Stephan König gab es in der 73. Minute den zweiten Platzverweis der Partie. Wieder Gelb-Rot, wieder aufgrund Ballwegschießens, nur dieses Mal für den Feuchter Tamino Gratz. Im 10 gegen 10 blieb der SC besser, der es allerdings verpasste seine Chancen zu nutzen. So blieb die Partie vom Spielstand her weiterhin spannend. Nach weiteren Tormöglichkeiten von König für den SC hatten die Hofer in der 87. Minute durch den Torschützen des 0:1 Tomas Petracek die einzige große Chance auf den Ausgleich: Nach einem Eckball von der linken Seiten kam Petracek am kurzen Pfosten zum Kopfball, SC-Torwart Kevin Kosuchowski reagierte sehr schnell und konnte den Ball mit sehr viel Mühe abwehren. Nach 3 Minuten Nachspielzeit und weiteren gelben Karten gegen den SC Feucht pfiff Schiedsrichter Krzyzanowski die Bayernliga-Partie ab.

Schiedsrichter Krzyzanowski zeigte insgesamt 7 mal Gelb und 2 mal Gelb-Rot

Fazit: Der SC holt am Ende verdient den zweiten Sieg im fünften Spiel in der Bayernliga. Das Einzige, was sich die Mannschaft von Florian Schlicker vorwerfen lassen muss, ist die Torchancenverwertung und drei absolut unnötige gelbe Karten aufgrund von Ballwegschießens (unter anderem die gelb-rote Karte von Gratz).

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Simon Schmidt

Simon Schmidt ist seit 2016 als Sportreporter und Moderator bei FeuchtFM tätig. Seit 2018 ist er Mitglied in der Projektleitung. Außerdem ist er in seiner Freizeit noch als Fußball-Schiedsrichter aktiv und leidenschaftlicher Fußball-, Formel 1- sowie Technik-Fan. Super Bayern!

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