SC Kampf gegen den Spitzenreiter geht verloren

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Im Nachholspiel gegen die DJK Vilzing, den aktuellen Spitzenreiter der Bayernliga Nord, kämpfte die Mannschaft von Florian Schlicker über 90 Minuten stark gegen den technisch überlegenen Gegner und hielt lange das 0:0. Vor 275 Zuschauern im Feuchter Waldstadion setzten sich aber am Ende die Oberpfälzer durch die Treffer von Andreas Jünger (76.) und Tobias Kordick (90+2.) verdient mit 2:0 durch. Es war die vierten Niederlage in den letzten fünf Spielen für den SC Feucht.

Mit Anpfiff zeigten die Gäste der DJK Vilzing, dass sie im Feuchter Waldstadion das Spiel machen wollen und mehr auf Ballbesitz setzen als die Feuchter. Die hatten aber die erste Möglichkeit über einen Spielzug von der linken Seite. Den halbhohen Ball aus spitzem Winkel konnte SC-Stürmer Ruhrseitz aber nur ans Außennetz schießen. Das Torchancen für den SC eine Ausnahme in diesem Spiel sein werden, zeigte sich kurz darauf, als Vilzing zweimal die Führung auf dem Fuß hatte. Ein Querpass durch die Feuchter Defensive rutschte dem Innenverteidiger Spielbühler durch, sodass DJK-Neuner Andreas Jünger 30 Meter vor dem Tor alleine auf SC-Schlussmann Andreas Sponsel zulief. Jünger hatte alle Möglichkeiten und scheiterte wenige Meter vor Sponsel mit seinem Abschluss. Was für eine Parade von Andreas Sponsel!

Der SC-Schlussmann hatte seinen besten Tag in dieser Saison erwischt, denn nach nicht mal 15 gespielten Minuten verhinderte er wieder den Gegentreffer. Eine scharfe Flanke von der rechten Seite landete am langen Pfosten bei Lunge, der ins kurze Eck einschieben konnte. Sponsel war aber da und konnte zum Eckball klären. Die zweite Glanzparade! Auf der anderen Seite näherte sich Nico Wessner dem Tor von DJK-Schlussmann Maximilian Putz an, als er eine Flanke von der linken Seite knapp am rechten Pfosten vorbei verlängerte. Mehrmals fiel Jim-Patrick Müller in der DJK-Offensive bis zur Pause auf, am Ende blieb es aber beim glücklichen 0:0 aus Feuchter Sicht.

Die größte Chance der Feuchter durch den Kopfball von Nico Wessner in der 14. Minute.

Die zweite Halbzeit lieferte zunächst nicht so viele Torchancen wie zu Beginn von Hälfte eins. Dennoch war die Partie weiter umkämpft und machte Spaß beim Zusehen. Nach einer guten Stunde hatten die Gäste die erste Möglichkeit. Ein Eckball von Luge landete im Zentrum bei Hoch, der am höchsten stieg und nur knapp über die Latte des Gehäuses von Andreas Sponsel köpfte. Zehn Minuten später fiel dann die Führung für die DJK! Ein weiterer Fehler der Feuchter Defensive ereignete sich im Zentrum, als Jim-Patrick Müller im Zentrum durch die Abwehr durchdringen konnte. Der ehemalige Spieler von Jahn Regensburg und der SpVgg Unterhaching scheiterte zunächst auch an SC-Schlussmann Andreas Sponsel, den Nachschuss von der Strafraumgrenze konnte Andreas Jünger aber unhaltbar für Sponsel per Drop-Kick ins rechte Eck schießen.

Agierte gegen die DJK Vilzing in der Feuchter Innenverteidigung: Felix Spielbühler

Somit war der SC wie am vergangenen Freitag gegen den ASV Neumarkt gezwungen mehr zu machen in der Offensive. Schlicker stellte aber nicht wieder auf Dreierkette um, die gesamte Mannschaft stand nur etwas höher ab zehn Minuten vor dem Schluss. Dadurch waren die Feuchter nicht ganz so offen und konteranfällig, dennoch kamen die Gäste weiterhin zu guten Chancen. Über die rechte Angriffsseite der Vilzinger wurde Jim-Patrick Müller angespielt, der im Strafraum frei zum Abschluss kam. Wieder verhinderte Torwart Sponsel den Gegentreffer. Zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit hatte der SC seine einzige Großchance in der Offensive, als Marco Weber eine Flanke von der linken Seite am Sechzehner perfekt per Kopf verlängerte zu Höhenberger, der unter Druck aber weit übers Tor schoss. Das wäre die Möglichkeit zum Ausgleich gewesen!

Stattdessen entschied die DJK Vilzing die Partie noch wenige Sekunden vor dem Abpfiff in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Die Feuchter haben einen Angriff der Gäste im eigenen Strafraum eigentlich schon geklärt, als Tamino Gratz der Ball verspringt und er diesen dem Vilzinger Offensivspieler im eigenen Strafraum gegen den Fuß schießt. Von dort aus springt der Ball wieder unhaltbar für Sponsel aus wenigen Metern flach ins linke Eck. Noch vor Wiederanpfiff beendete Schiedsrichter Lothar Ostheimer die Partie.

Fazit: Das die Luft bei der Mannschaft von Florian Schlicker raus sei, kann man nach diesem Spiel sicher nicht feststellen. Denn der SC Feucht hat im Spitzenspiel gegen die technisch überlegenen Gegner aus der Oberpfalz stark gekämpft. Besonders sind die starken Leistungen von Torwart Andreas Sponsel und Außenverteidiger Niculae Oltean hervorzuheben.

Am Ende blieb trotzdem wieder eine verdiente Heimniederlage bestehen. Die Defensive ist in der aktuellen Zeit zu instabil, besonders weil ständig Spieler ausfallen und Schlicker auch vor dem Spiel wieder wechseln musste. Die letzten zwei Fehler gegen Vilzing waren heute zwei Fehler zu viel. Und in der Offensive fehlt der gesperrte Torjäger Stephan König seiner Mannschaft. Seit seiner Sperre beim Auswärtsspiel in Hof erzielte der SC selber keinen einzigen Treffer mehr.

Für den SC geht es jetzt dreimal auswärts gegen den ASV Cham, TSV Abtswind und den FC Eintracht Bamberg, bevor es am letzten Spieltag zuhause gegen die SpVgg Ansbach zum Saisonabschluss kommt. Wir übertragen die Partie gegen den Aufstiegskandidaten am Samstag, den 21. Mai ab 13:45 Uhr live!

Bilder: Kai Volgardt

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About Author

Simon Schmidt stieg 2016 als Sportreporter und Moderator bei FeuchtFM ein. Seit 2018 ist er Mitglied in der Projektleitung und für das Sport-Ressort verantwortlich. In seiner Freizeit engagiert er sich als Fußball-Schiedsrichter und ist leidenschaftlicher Fußball-, Formel 1- sowie Technik-Fan.

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