IFA 2021 abgesagt

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Neben dem CES in Las Vegas und dem MWC in Barcelona gilt die IFA in Berlin als eine der großen internationalen Technikleitmessen. Während die IFA letztes Jahr aufgrund der Pandemie noch in sehr kleiner Runde in Präsenz und Online stattfand, wurde sie nun in diesem Jahr komplett abgesagt. 2022 soll sie wieder in gewohnter Form auf dem Messegelände in Berlin tausende Technikbegeisterte und Fachbesucher die neusten Trends präsentieren.

Letztes Jahr hat man bei der Messe Berlin von Anfang an sehr viel Mut in der Pandemie gehabt und hat am Ende auch eine Übergangs-IFA im September 2020 veranstalten können, die zwar nicht viel von einer normalen IFA hatte, aber wohl das Bestmöglichste zu dieser Zeit rausholte. Viele große Konzerne sagten im vergangenen Jahr bereits früh ab, sodass eine weitere IFA so für die Veranstalter im zweiten Jahr der Pandemie keinen Sinn mehr gemacht hat. Aktuell seien die erforderlichen Rahmenbedingungen einfach nicht gegeben, um eine IFA im gewohnten Rahmen zu planen, so die Veranstalter.

Dem zufolge wird die ursprünglich im September 2021 geplante Funkausstellung in Berlin in diesem Jahr komplett ausfallen. Es wird auch keine Online-Veranstaltungen geben, anders als es bei der CES 2021 war. Der MWC in Barcelona wurde 2020 ebenfalls komplett abgesagt, soll nun aber 2021 schon Ende Juni mit bis zu 50 000 Menschen in Präsenz und Online stattfinden, auch dort haben aber schon wieder zahlreiche Firmen wie Samsung, Google, Lenovo und Sony abgesagt, sodass noch einige Fragezeichen hinter der Durchführung stehen.

Allgemein wird es für alle drei internationalen Technikleitmessen in den kommenden Jahren schwierig werden, selbst wenn die Pandemie 2022 schon wieder eine gewohnte Durchführung zulässt. Die großen Technikunternehmen haben es in den vergangenen beiden Jahren zwangsläufig gemerkt, dass sie auch ohne die sehr teuren Vor-Ort-Auftritte ihre Produkte mit eigenen Events präsentieren und vermarkten können. Keynotes finden als Livestreams statt und erreichen so teilweise sogar mehr Personen, Pressevertreter werden in einzelnen Videokonferenzen gebrieft und erhalten ihre Testgeräte per Post (teilweise schon vor dem Release) ins HomeOffice.

Trotzdem fehlt natürlich allen der persönliche Kontakt. Vor Ort kann man natürlich die neusten technischen Trends ganz anders rüberbringen und gewisse Meetings wird man in Zukunft sicher lieber in Präsenz statt als Videokonferenz durchführen wollen. Die Entwicklung wird in den nächsten Jahren sehr spannend werden. Eins ist jedoch sicher: Die Pandemie hat die Branche innerhalb von kürzester Zeit stärker verändert, als man es sich jemals hätte vorstellen können.

Die IFA 2022 ist dann in hoffentlich gewohntem Rahmen vom 2. bis 6. September 2022 auf der Messe Berlin.

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About Author

Simon Schmidt

Simon Schmidt ist seit 2016 als Sportreporter und Moderator bei FeuchtFM tätig. Seit 2018 ist er Mitglied in der Projektleitung. Außerdem ist er in seiner Freizeit noch als Fußball-Schiedsrichter aktiv und leidenschaftlicher Fußball-, Formel 1- sowie Technik-Fan.

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